Wissenswert

Strom aus erster Hand

Die Stadtwerke Parchim verfügen über ein eigenes BHKW (Blockheizkraftwerk).

Es gelangt also auch Strom aus eigenen Kraftwerken in Ihre Steckdosen. Die Stadtwerke Parchim GmbH ist in der Lage, zukünftig fast 20 Prozent des Strombedarfes in Parchim selbst zu erzeugen.

 

 

Kraft-Wärme-Kopplung in so genannten Mini-BHKW ist in der heutigen Zeit auch eine lohnende Alternative für Hausbesitzer. Das Erdgas wird in Wärme umgewandelt und gleichzeitig wird Strom erzeugt. Der wird vom Anlagenbetreiber, in diesem Fall dem Hausbesitzer, in das Netz der Stadtwerke Parchim GmbH eingespeist und entsprechend vergütet.

 

 

Wer mehr über das Prinzip eines BHKW erfahren möchte, kann hier nachlesen.

Wie sich unser Strom zusammensetzt (Stromkennzeichnung)

Gemäß § 42 des Energiewirtschaftsgesetzes informieren wir Sie über die Zusammensetzung des gelieferten Stromes und die mit diesem Energiemix verbundenen Umweltauswirkungen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf Daten aus unserer Stromerzeugung, Informationen unserer Lieferanten und allgemein zugänglicher statistischer Werte für das Jahr 2015:

Energiemix
Energieträgermix Gesamtstromlieferung
Stadtwerke Parchim GmbH
Gesamtstromerzeugung
Deutschland
Kernenergie 7,10 % 15,40 %
Kohle 20,30 % 43,80 %
Erdgas 30,30 % 6,50 %
Sonstige fossile Energieträger 1,20 % 2,50 %
Erneuerbare Energien 41,10 % 31,80 %
davon gefördert
nach dem EEG
40,80 % 28,70 %
davon sonstige
erneuerbare Energien
0,40 % 3,10 %

  Auf den gesamten Energieträgermix sind nachstehende Umweltauswirkungen zurückzuführen:

Umweltauswirkungen
Radioaktiver Abfall 0,0002 g/kWh 0,0004 g/kWh
Kohlendioxidemissionen     369 g/kWh        476 g/kWh

Wie der Strompreis zustande kommt

Der Preis für unsere Stromprodukte wird im Wesentlichen durch folgende Faktoren bestimmt:

  • Preis für den Stromeinkauf bzw. Kosten der Stromerzeugung
  • Kosten für den Vertrieb
  • Entgelt für die Netznutzung
  • Staatliche Abgaben

Der Stromeinkauf erfolgt an der Strombörse EEX. Die Preisentwicklung an der Börse bestimmt die Einkaufspreise.

Durch den Netzeigentümer wird für den Transport des Stromes über das Verteilnetz zum Endverbraucher ein Netznutzungsentgelt erhoben. Das Netznutzungsentgelt beinhaltet sowohl die Kosten für die Nutzung des Netzes als auch für die Bereitstellung und Ablesung des Zählers.

 

Die staatlichen Abgaben betragen bis zu 54 % des Strompreises. Zu den staatlichen Abgaben gehören:

  • Konzessionsabgabe
  • Umlage für die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung
  • Umlage für den Einsatz erneuerbarer Energien
  • Umlage nach § 19 Abs. 2 NEV
  • Offshore-Haftungsumlage
  • Umlage für Abschaltbare Lasten
  • Stromsteuer
  • Umsatzsteuer von derzeit 19 %.

Weshalb es Störungen in der Versorgung gibt und wie diese vermieden werden können

Im Störungsfall sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar: 03871-623562

Hauptaufgabe der Stadtwerke ist die Erhaltung der Versorgungssicherheit. Es kommt trotz entsprechender Vorkehrungen hin und wieder zu Stromausfällen. Elektrische Energie muss im selben Moment erzeugt und transportiert werden.

 

Wenn der Stromkreis unterbrochen wird oder ein Ungleichgewicht von Erzeugung und Verbrauch vorliegt, kommt es zum Ausfall.

 

Welche Auswirkungen große Stromausfälle haben können, kennen Sie aus den Nachrichten.

Viele Störungen und damit Schäden werden z.B. durch Tiefbau- und Straßenbauarbeiten verursacht. Viele Unternehmen kommen ihrer Erkundungspflicht bei den Stadtwerken zur Lage der Versorgungsleitungen nicht nach.

 

Die Stadtwerke Parchim GmbH arbeitet mit Hochdruck an einer flächendeckenden Versorgungssicherheit. Dazu gehören der Rückbau der Freileitungen im Stadtgebiet und der Ausbau von Verbundsystemen. So kann nach der Ortung einer Störung der Strom über alternative Zuleitungen schnell wieder zu Ihnen transportiert werden und die Beseitigung der Störung kann parallel erfolgen.

 

Bei Stromausfällen, die beispielsweise durch Blitzeinschläge verursacht werden, kommt es häufig zu Überspannungsschäden an technischen Geräten.

Die Stadtwerke Parchim haften bei Störungen der Anschlussnutzung gemäß § 18 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (Niederspannungsanschlussverordnung - NAV) vom 1. November 2006 nur insoweit als "dabei Verschulden des Unternehmens oder eines Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen vorausgesetzt wird".


Deshalb empfehlen wir, die handelsüblichen elektronischen Geräte durch geeignete Vorkehrungen gegen Blitzschlag und Spannungsschwankungen besser zu sichern.

Eine relativ günstige und unkomplizierte Variante ist u.a. der Anschluss entsprechender Geräte an eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz.

Eine noch bessere, aber kostenintensivere Variante, ist der Schutz durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Diese Variante ist vor allem für den gewerblichen Bereich zur Sicherung von Anlagen und Systemen (z. B. vernetzter Computerbetrieb, Produktionssteuerungssysteme, Sicherheitsanlagen) geeignet.

 

Zur Wartung und Instandhaltung unseres Stromnetzes ist es manchmal erforderlich, den Strom abzuschalten. Wir werden Sie in solchen Fällen immer rechtzeitig informieren, damit Sie ggf. entsprechende Vorkehrungen für Ihre technischen Geräte treffen können.